WOHNEN: Klimaschutz vs. Mieterschutz?

Energetische Gebäudesanierung kann und muss sozialverträglich sein

mit Dr. Katrin Großmann (Professorin für Stadt- und Raumsoziologie an der Fachhochschule Erfurt), Caren Lay (stellv. Vorsitzende der Bundestagsfraktion DIE LINKE und Sprecherin für Wohnungs-, Bau- und Mietenpolitik) und UIrich Steinmeyer (Vorstand ÖkoPlus – Fachhandelsverbund für ökologisches Bauen und Wohnen; Aufsichtsrat einer Wohnungsgenossenschaft)

40% des Energieverbrauchs entfallen in Deutschland auf den Gebäudebestand. Davon wiederum gehen bis zu 85% für Heizung und Warmwasser drauf. Das größte Einsparpotential an Energie steckt in Gebäuden, die vor 1979 errichtet wurden. Hier werden 95% der Gebäudeenergie verbraucht, hier stecken die höchsten Energiesparpotentiale drin und somit enorme Möglichkeiten für den Klimaschutz. Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die der gesamten Gesellschaft zu Gute kommt. Weil dem so ist, sollte sie auch gesamtgesellschaftlich getragen werden. Doch die energetische Wohngebäudesanierung wird gegenwärtig sehr einseitig von den Mieterinnen und Mietern bezahlt. Ein Umstand, der die Akzeptanz der energetischen Gebäudesanierung in der Bevölkerung stark ausbremst. Die energetische Sanierung der Wohnung führt viel zu oft zur Vertreibung der Mieterinnen und Mieter. Notwendig ist ein Konzept, das Klima und Mieter gleichermaßen schützt. Es geht um integrierte Ansätze für die energetische Aufwertung von Wohnquartieren, ohne die Bewohnerinnen und Bewohner zu verdrängen.

  • Samstag, 28.01.17 von 14:45 bis 16:30 Uhr

 

AnmeldenAnmeldeformular
Aus technischen Gründen kann das Formular im Firefox-Browser nicht online ausgefüllt und abgeschickt werden. Dies geht entweder in einem anderen Browser oder durch lokales Speichern und Öffnen im Acrobat Reader.