KONSUMKRITIK vs. „Mehr für alle“?

Ein Dilemma linker Strategie

mit Dr. Michael Kopatz (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie) und Steffen Kühne (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Unsere Lebensweise und Vorstellungen von einem guten Leben sind eng verknüpft mit einem hohen Ressourcenverbrauch, der die Grundlagen eines guten Lebens für alle gleichzeitig untergräbt und für künftige Generationen „nachhaltig“ zerstört. Zwischen der linken Forderung nach „Wohlstand für alle“ und politischem Handeln, das die planetarischen Grenzen von Wachstum und Fortschritt anerkennt, scheint also ein Zielkonflikt zu bestehen. Kann kritischer/ethischer Konsum ein Ausweg aus diesem Dilemma sein? Sind individuelle Praxen bewusster Kaufentscheidungen, die sich gesellschaftlich verbreitern, ein zentraler Schlüssel für den sozial-ökologischen Umbau? Ist doch alles eine Frage des richtigen Bewusstseins? Bisherige Erfahrungen mit Verzichtsdebatten und dem moralischen Zeigefinger legen nahe, dass es nicht ganz so einfach ist. Der Workshop will die Diskussion führen, wie sozial-ökologische Politik persönliche Lebensstile thematisieren kann, ohne den linken Gesellschaftsentwurf an den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen vorbei zu formulieren. Welche Rahmenbedingungen und Routinen braucht es, um dem oftmals vorhandenen guten Willen auch konkret zur Wirkung zu verhelfen?

  • Samstag, 28.01.17 von 11:15 bis 13:00 Uhr

 

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