CARE: Sozial-ökologisch geschlechtergerecht

Transformierte Lebens- und Arbeitsweisen im grünen Sozialismus?

mit Katharina Pühl (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Felix Wittmann (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig)

Die Sorge um andere und sich selbst sind ein unabdingbarer Teil gesellschaftlichen Zusammenhalts, von Wohlfahrt und Wohlsein. Carearbeit ist aber überwiegend noch in Händen und Verantwortung von Frauen, oft und überwiegend zu gering entlohnt oder unbezahlt im privaten Bereich. Im Kapitalismus werden Carearbeiten ähnlich wie Naturressourcen ausgebeutet; zudem prägt oft Zeitknappheit die Bedingungen dieser Tätigkeiten, sei es im privaten Bereich des Zusammenlebens oder auch der Pflege in Institutionen.
Im Workshop wollen wir den Blick umdrehen und die Frage stellen, wie eine Welt aussieht, in der Zeitwohlstand vorherrscht. Er würde erlauben, dass viele Menschen Carearbeiten machen und dies mit ihrem Erwerbsleben ohne Schwierigkeiten verbinden könnten. Zeitwohlstand würde unsere Kommunikationsformen verändern, soziale Beziehungen erweitern, Familienarbeit als wichtigen Teil von gesellschaftlich notwendigen Tätigkeiten aufwerten; Muße und Zeit für politisches Engagement ermöglichen. Eine andere Kultur von Arbeiten und eine andere Form von Wirtschaften würden entstehen; Lebensläufe anders aussehen. Zeitwohlstand und andere Formen von Care sind Elemente einer sozial-ökologischen und geschlechtergerechten Gesellschaft.

  • Samstag, 28.01.17 von 11:15  bis 13:00 Uhr

 

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